Farben
und Formen charakterisieren sowohl psychologische als auch
symbolische Inhalte. Dass sie vielfältige Wirkungen auf
den Menschen
ausüben, ist hinlänglich bekannt; deshalb ist Symbolsprache
auch eine Kommunikationssprache. Jede Kultur hat ihre eigene geschichtliche
und bildliche Symbolsprache entwickelt, die sowohl religiös, wirtschaftlich-technologisch,
sozial-politisch, usw. sein kann. In der bildenden Kunst werden
symbolische Formen und Farben benutzt, um idealistische, irrationale,
mystische oder subjektive Gedanken zum Ausdruck zu bringen. Symbolismus
kennzeichnet demnach nichts anderes, als mit Hilfe der Kunst oder
Literatur verschiedene inhaltliche Tendenzen zu beschreiben und
darzustellen.
"Antike Erinnerung " Acryl - 60x80 -2004 H.W. Knorr Und sie lebt doch,
unsere antike Vergangenheit. Erinnerung
an eine alte, verlorene Welt,
deren Geist
bis heute überlebt hat.
Der Symbolismus ist in
der Mitte des 19. Jahrhunderts in Frankreich als eine uneinheitliche
Richtung in Kunst und Literatur entstanden und breitete sich
in ganz Europa aus. Als eine Gegenströmung zum Realismus und Naturalismus
kennzeichnete er verschiedenste Tendenzen des Irrationalen, Idealistischen
und Subjektiven, woraus sich z.B.: der Expressionismus
und der Surrealismus entwickelten.
"Verschlüsselt -
Der Zugang zu einer anderen Sphäre" Acryl - 70x50 -1996 H.W. Knorr
In den vorgestellten
Exponaten findet nichts
anderes statt, als mit Hilfe von Farben und Formen, dem Betrachter
symbolische Bildinhalte zu veranschaulichen. Über die Symbolsprache
soll Kommunikation angeregt werden.
Das Bild "Zweisamkeit", zum Beispiel, symbolisiert die
vielschichtigen interaktiven, menschlichen Beziehungen. Die Farben
kennzeichnen hierbei unterschiedliche Bedeutungen, z.B.: Violett
- die geheimnisvolle Farbe, hintergründig, mystisch; Grün - kennzeichnet
Heilung; Orange - Würde und Selbstbewusstsein; Blau - das Geistige,
Meditative, Stille; Rot - das Leben, Kampf, Erotik, usw.
Natürlich lässt sich nicht alles sofort entschlüsseln und es bedarf
der Auseinandersetzung mit der Materie.
"Wesen" Pastell - 40x50
-1995 H.W. Knorr
"Das Kreuz und der Schatten" Acryl - 80x60 -1998 H.W. Knorr
Symbolsprache
ist Kommunikation.
Wenn wir begreifen, dass auch in der heutigen
Zeit Kommunikation durch vielfältige Symbole stattfindet,
dann ist auch nachvollziehbar,
dass Kenntnisse über sie zu haben
uns auch kommunikationsfähig macht. Warum
Symbole?
Der gläserne Mensch, die Illusion der Freiheit,
ursprünglich, nackt und unbefangen. Es gibt viele subtile und
offensichtliche Gründe, sich frei und unfrei zu wähnen.
Warum glauben gerade Sie, dass Sie sich frei fühlen?
"Naturmensch" Acryl - 80x100 -1997 H.W. Knorr
Der Naturmensch, Sinnbild einer bewussten Koexistenz
zwischen Mensch und Natur. Warum ist es so wichtig, im bewussten
Einklang mit der Natur zu leben?
"Zweisamkeit" Acryl - 80x60 -1998 A. Knorr-Kleine
Warum Zweisamkeit? Vielleicht, weil sie eine der
vielfältigsten und tiefsten, interaktiven Sehnsüchte im Menschen
verkörpert.
"Gnom 1, das Instinktive im Menschen" Acryl - 80x60-2000 A. Knorr-Kleine
"Gnom 2, das
Instinktive im Menschen" Acryl - 80x60-2005 A. Knorr-Kleine
"In Betrachtung eines erloschenen Vulkans
" Acryl - 80x70 -1996 H.W. Knorr
"Sei
wachsam - Katze-Apfel-Blatt" ist mit der Absicht
gemalt worden, eine symbolische Botschaft zu vermitteln, die
unterschiedlich interpretiert werden kann. Das Bild ist ein Metapher
des Rätselhaften. Katze, Apfel und Blatt sind
sinnbildliche Kennzeichnungen. Die Katze symbolisiert "Vorsicht
und Wachsamkeit", der Apfel - "Die Frucht des Lebens"
und das Blatt - "Das neutrale Leben". Der Raum, in dem
die Symbole plaziert sind, ist Illusion. Beim genaueren Hinschauen
ist er eine optische Täuschung. Auch der Katzenschatten ist
unwirklich gemalt und vom eigentlichen Objekt losgelöst. Die
Katze selbst ist nicht sichtbar. Die gesamte Bilddarstellung ist
somit eine Chimäre, die den Betrachter befremden kann, ohne
des Rätsels Lösung unbedingt ergründen zu müssen.
"Sinnbild des Lebens" Buntstift - 25x38 -1994 A. Knorr-Kleine