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Die autonome-künstlerische Zeichnung Sie setzt im 15. Jahrhundert ein. Durch das zunehmende Bewusstsein der Künstler, seiner subjektiven Leistung in der künstlerischen Gestaltung, wird die Zeichnung immer mehr verselbstständigt. Die Skizze wird zu einer handschriftlichen, individuellen Äußerung. Im 16. Jahrhundert verwischt sich immer mehr die Bedeutung der "Gebundenen Zeichnung" und der "Autonomen Zeichnung". Im 20. Jahrhundert verselbstständigt sich die Zeichnung von der reproduzierenden und abstrahierenden Darstellungsweise und wird zu einer persönlichen Aussage. Sie wird eigenwertig und bildet eine eigene Kunstgattung. (Handzeichnung, Skizze, Studie, Vorzeichnung...) Die Qualität der Zeichnung
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© Bilder und Texte: H.W. Knorr - Mönchengladbach 2000 - Stand: Feb. 2012

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| Die Kunst zu zeichnen ist eine Kunst
der spontanen Ausdrucksweise, aber vor allem der visuellen Wahrnehmung und visuelle Wahrnehmung ist anschauliches Denken, das dem Bereich der visuellen Intelligenz zuzuordnen ist. |
Studien
zum realistischen Erfassen von Objekten und Gegenständen, Landschaftszeichnungen,
Bildniszeichnungen, Aktzeichnungen, Illustrationszeichnungen, Bildhauerzeichnungen,
Architekturzeichnungen, usw.
Sachliches Zeichnen ist das Wiedergeben eines Gegenstandes,
der klare, erkennbare Formen aufweist, die eindeutig und für den Betrachter
nachvollziehbar sind. Der Vorgang des sachlichen Zeichnens ist nüchtern,
ohne Übertreibung oder Untertreibung. Der künstlerische Aspekt ist
hierbei sekundär. Das Training des sachlichen Sehens und Erfassens ist
dabei unerlässlich. Ein Objekt wird nicht durch gefühlsmäßiges
Erleben geschaut, sondern durch eine nüchterne, klare und formbezogene
Sehweise, die dann graphisch umgesetzt wird, dabei ist die Phantasie dem sachlichen
Zeichnen gegenüber untergeordnet.
Das
Zeichnen mit Feder und Tinte gehört zu den ältesten Techniken und
hat seine Bedeutung seit dem frühesten Mittelalter bis zur Gegenwart bewahrt.
Sie ist die Kunst der Liniengestaltung.
Schon
aus frühester Zeit ist das Zeichnen mit Holzkohle überliefert. Sie
wird in verschiedenen Härtegraden und Stärken aus bestimmten Holzsorten
hergestellt (Linde, Weide, Birke, Buchsbaum). Kohle eignet sich besonders für
Kompositionszeichnungen und Studien, da sich mit ihr kräftige Striche hervorbringen
lassen, die auch leicht zu verlöschen sind. Um eine Kohlezeichnung haltbar
zu machen, muss man sie fixieren, da der Holzkohlenstaub locker auf dem Papier
aufliegt.
Gegen
Ende des 15. Jahrhunderts kam der Rötel als Zeichenstift in Italien auf
und wurde vor allem für Bildentwürfe und zur Modellierung von Aktzeichnungen
und Faltenstudien verwendet (z.B. Leonardo da Vinci). Auch im französischen
Rokoko des 18. Jahrhunderts erfreute er sich großer Beliebtheit (Antoine
Watteau, Francois Boucher).
Im
Gegensatz zu der früher benutzten Naturkreide, handelt es sich bei der
heute verwendeten schwarzen Kreide um eine Kunstkreide, die aus Lampenruß
hergestellt wird (Pitt-Kreide). Sie hat einen tiefschwarzen, samtartigen Strich
und ist für starke Kontrastwirkungen (Hell-Dunkel-Kontrast) geeignet.
Beim
Lavieren wird entweder eine aufgetragene Farbe verwaschen
Das
heute am häufigsten verwendete Zeichen-mittel ist der Bleistift. Er,
so wie ihn heute jeder in verschiedenen Ausführungen und Härtegraden
kennt, durchlief eine lange Geschichte, bevor er zu einem allgemein gebräuchlichen
Zeichenmittel wurde. Davor gab es den Graphitstift, der z.B. von Jan van
Eyck zu Beginn des 15. Jahrhunderts und Hans Memling in der Mitte des 15.
Jahrhunderts zur Vorzeichnung Verwendung fand. Der Bleistift wurde 1795
von Jacques Louis Conté (1755-1805) erfunden und in kürzester
Zeit wurde er zu einem beliebten Zeichenmittel. Vielseitig ist er einsetzbar.
Lineare und malerische Zeichengebilde sind spontan, skizzenhaft und sachlich
ausdrucksvoll darstellbar. Heute genießt die Bleistiftzeichnung einen
eigenen künstlerischen
Aussagewert. mehr | Zum
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Die autonome-künstlerische Zeichnung Sie setzt im 15. Jahrhundert ein. Durch das zunehmende Bewusstsein der Künstler, seiner subjektiven Leistung in der künstlerischen Gestaltung, wird die Zeichnung immer mehr verselbstständigt. Die Skizze wird zu einer handschriftlichen, individuellen Äußerung. Im 16. Jahrhundert verwischt sich immer mehr die Bedeutung der "Gebundenen Zeichnung" und der "Autonomen Zeichnung". Im 20. Jahrhundert verselbstständigt sich die Zeichnung von der reproduzierenden und abstrahierenden Darstellungsweise und wird zu einer persönlichen Aussage. Sie wird eigenwertig und bildet eine eigene Kunstgattung. (Handzeichnung, Skizze, Studie, Vorzeichnung...) Die Qualität der Zeichnung |